Unterschätzt
abgelegt im Archiv Reiseblogs und -berichte am 13.06.08

Folge -2-
Nach meiner ersten Nacht in einer kleinen Pilgerherberge in Irun mit allem was dazu gehört (Schnarcher, schlechte Betten und unsanftes Wecken um 7 Uhr), konnte ich es kaum erwarten mich endlich auf den Camino zu begeben. Bei tollem Wetter startete ich gemeinsam mit einem Esten Richtung San Sebastian.
Mein erster Tag, sollte zugleich auch einer der schönsten Etappen überhaupt werden. Über grünste Wiesen, schöne Wanderwege und durch kleine Fischerdörfchen, verloren wir nie das Meer aus dem Blick und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Selbst in meinen künsten Träumen, hatte ich mir den Camino nicht so schön vorgestellt.
Doch vor lauter Begeisterung und Motivation des ersten Tages, vergass ich ein bisschen die wenigen Regeln, die man auf dem Camino beachten sollte. Nicht zu viel Gepäck dabei zu haben, am ersten Tag langsam anfangen, auf keinen Fall mehr als 30 Kilometer laufen... Tja, da hatte ich wohl an diesem Tag alles falsch gemacht...
...denn wirklich auf dem Zahnfleisch, nach 35 Kilometern erreichte ich die Herberge und wollte nur noch eins: Schuhe aus und schlafen. So schön der Tag war, so hart waren die letzten Kilometer mit Blasen an beiden Füssen, Schmerzen in den Waden und absoluter erschöpfung. Fazit: Ich hatte den Camino, sowohl positiv, als auch negativ total unterschätzt.
Auch wenn ich dachte, der heutige Tag wäre hart gewesen, lag ich falsch, komplett falsch.
Fortsetzung folgt...
zu Folge -1-

Permalink: Unterschätzt
Tags: caminodelnorte jakobsweg spanien pilgern wandern outdoor irun sansebastian
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Wong
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