Tallinn – Das Gestern ist der ganze Stolz

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Für viele Reisende ist sie die Perle unter den baltischen Städten. Noch heute ist ein Großteil der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Sie führt durch enge Kopfsteinpflasterstraßen hoch auf den Domberg, auf dem bei schönem Wetter die dunklen Zwiebeltürme der Alexander-Newski-Kathedrale in der Sonne glänzen. Von dort hat man den zweitschönsten Blick auf die estnische Hauptstadt.
Noch beeindruckender ist es nur, wenn man mit der Fähre in Tallinn ankommt. Solch ein Panorama bietet kaum eine andere Ostseestadt. Schon von weitem ist der steile Kalksteinfels des Dombergs zu erkennen, um den es sich die bauchigen Wehrtürme der Mauer und die geschwungenen Spitzen der Kirchen in der Unterstadt gemütlich gemacht haben.
Berühmt geworden war Tallinn einst wegen der Kirche St. Olai. Sie galt im Mittelalter mit ihren 159 Metern als höchstes Gebäude der Welt. Heutzutage ist sie deutlich kleiner. Nach mehreren Beschädigungen im Laufe der Geschichte bekam sie einen neuen Turm, der nur noch 123 Meter hoch ist.
In Tallinn wird viel Wert auf die alten Tage gelegt. Auf die Zeit vor der Sowjetunion, in der sie eine mächtige Handelsstadt war. So wird die Altstadt überall restauriert und renoviert, wo es nötig ist, um dem 1997 verliehenen Titel auch weiterhin gerecht zu werden: UNESCO-Weltkulturerbe.