Rauchen bis die Feuerwehr kommt

Das Rauchverbot und seine Folgen: Weil auch im Würzburger Strafjustizzentrum seit Anfang des Jahres nicht mehr öffentlich geraucht werden darf, kam es am Montag zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Im verqualmten Raucherzimmer für Richter, Staatsanwälte und Justizbedienstete hatte der Rauchmelder Alarm geschlagen.
Besucher des Justizzentrums müssen zum Qualmen vor die Tür, für die rauchenden Juristen und Angestellten wurde das frühere Anwaltszimmer in der entlegensten Ecke des Gebäudes Anfang des Jahres zum Raucherraum umgewidmet. Dort treffen sich die Nikotin-Süchtigen unter den Justizbediensteten regelmäßig zur kurzen Rauchpause.
Um die Pausen möglichst kurz und den Geruch möglichst gering zu halten, ist in dem Raucher-Reservat die Heizung ausgeschaltet und das Fenster ständig geöffnet. Trotzdem entstand dort am Montag offenbar so viel blauer dunst, dass der Rauchmelder in dem relativ kleinen Raum seine Pflicht tat und Alarm schlug. Nicht nur die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschzügen an, auch Krankenwagen waren vor Ort. Die Einsatzkräfte stellten schnell fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte und zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Der Raum für die Justiz-Raucher ist seitdem gesperrt: Dort darf erst wieder ein Glimmstängel angezündet werden, wenn der Rauchmelder weniger empfindlich eingestellt wurde.
Quelle: jurablogs.de