Dez 07 2008

Jugendstiltourismus

Wohin fährt man, wen man den Jugendstil in der Architektur bewundern will? Natürlich kann man im Land bleiben und sich dort redlich wundern wie viele Bauten die Innovationswut, aber auch die Weltkriege überdauert haben.

Der Jugendstiltourist sollte einmal wissen, dass der Stil gar nicht einfach zu erkennen ist, denn floral und von äußerer Pracht ist er keinesfalls überall. Am Namen schon scheiden sich die Geister – freilich heißt er in Deutschland Jugendstil – aber im ehemaligen Ã-sterreich-Ungarn sagt man allenthalben "Sezessionsstil", in England und Frankreich "Art Nouveau" in Finnland gar "Nationalromantischer Stil", in England "Arts and Crafts" , in Schottland "Glasgow Style". Daraus ergibt sich, dass der Stile allen Menschen etwas anderes bedeutet: In Finnland wundern sich manche Betrachter über das Trutzige, während man in Glasgow vergeblich nach der floralen Pracht sucht, und in Budapest wird man alles finden – sogar einen Bau, der außen alles andere als Jugendstil ist und innen der pure, überschwängliche Sezessionsstil – die Franz-List-Musikakademie.

Jugendstil – oder wie man ihn sonst nennt – muss man sehen. Nur, wer sich in die Innenräume begibt, wird ganz und gar ermessen können, was den Architekten einst vorschwebte – und wie es die Menschen dann genutzt haben.

Bild: Gresham Palace, © 2008 by sehpferd, budapest

Bitte besuchen Sie das Hotel, wenn Sie in Budapest sind.


One Response to “Jugendstiltourismus”

  1. Gstar81 sagt:

    eine besonders schöne Jugendstilstadt ist Darmstadt – ob mans glaubt oder nicht. Hier findet man viele ursprüngliche und erhaltene Jugenstilbauten.

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