Feb 11 2008

Hotelbranche: Kundenmeinung unerwünscht

Hotelbranche: Kundenmeinung unerwünscht

Web2.0 und Tourismus gehört mittlerweile schon so fest zusammen, wie der Biergarten zum Sommer. Doch laut einer Studie des Marktforschungsinstituts CHD-Expert scheinen die meisten Hoteldirektoren den Sinn des Web2.0 nicht verstanden zu haben?

Die Manager interessieren sich nämlich nicht die Bohne für die Meinung Ihrer Gäste. Der Analyse zur Folge lesen weniger als ein Drittel der Hoteldirektoren die Web-Rezensionen ihrer eigenen Häuser. Mehr als die Hälfte der Befragten ignoriert generell Hotelkritiken. Jene Direktoren, die Bewertungsportale wie Holidaycheck, Votello oder Hotelkritiken regelmäßig beachten, zeigen sich von den negativen Kritiken unberührt, weil sie an der Glaubwürdigkeit der Aussagen zweifeln oder gar Manipulationen vermuten, so Carsten Hennig von CHD-Expert.

Statt nun die Meinungen und Ratschläge der Kunden/Gäste zu nutzen um die Qualität der Herbergen zu verbessern hört man statt dessen immer wieder, dass die Hotellerie gegen Hotelbewertungsportale juristisch vorgehen.

Ich frage mich nun ob es sich die Hotelchefs zu einfach machen, wenn Sie die Meinungen der Kunden als unglaubwürdig darstellen. Mit Sicherheit sind auch einige unbrauchbare Kommentare dabei, doch die kann man, meiner Meinung nach durch langzeitiges Web-Screening herausfiltern. Ich denke, dass die Macht des Webs mittlerweile zu groß ist, um sich dagegen vollkommen zu verschließen.

Quelle: web.de/reise


3 Responses to “Hotelbranche: Kundenmeinung unerwünscht”

  1. Matt sagt:

    Tja, das ist das systematische Verkennen eines Trends!
    Eigentlich kann man an sowas doch nur wachen. Wenn von 10 Kunden, 7 schreiben, dass das Zimmer dreckig war, dann sollte man da wohl mal angreifen und was machen.
    Es ist ja nun leider öfter so, dass sich Leute nur beschweren und weniger loben!

  2. Sehe ich genauso. Man muss lernen aus der Vielzahl von Meinungen die richtigen Schlüsse zu ziehen und so eine stetige Verbesserung erzielen…

    Hört sich zwar irgendwie doof an, aber genau das ist der Sinn von Tourismus2.0. So zu sagen ein Geben und Aufnehmen, dass letztendlich für Kunden und Hoteliers eine Win-Win Situation entsteht.

  3. Herbert sagt:

    Ich habe selbst eine Ferienwohnung in Berlin und freue mich über beurteilungen. Da sich bisher auch immer alle wohl gefühlt haben, muß ich auch keine negative Kritik befürchten.

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