Havanna - zwischen Kommunismus und Buena Vista Social Club
abgelegt im Archiv Stadtporträt am 21.05.07
Kaum eine Stadt, die ich kenne ist so stimmig und gleichzeitig so unterschiedlich. Überall sind noch die Überreste Jahrzehntelanger Planwirtschaft zu sehen. Damals stand Kuba und damit Havanna unter dem Schutz des großen Bruders Russland, sorgte für eine gute Ausbildung seiner Menschen und für ausreichende soziale Versorgung.
Seit sich die politische Lage jedoch gewandelt hat, bröckelt die schöne Fassade mehr und mehr. Die alten Limousinen, die man heute nur noch in Kuba antrifft, sind eher Not als Tugend und nicht die Liebhaber von Oldtimern sorgen dafür, dass die Schmuckstücke noch fahren, sondern der Mangel an neuen Modellen und das fehlende Geld für Neuwagen. So werden die Oldtimer immer wieder aus dem zusammengeflickt, was es gibt. Entsprechend wenig Verkehr ist auf den Autobahnen zu sehen.
Ein ähnliches Bild ergibt sich in Hotels und Restaurants, bei der Reparatur von Kühlgerät und Alltagsgegenständen. Und doch verfügt Havanna über einen morbiden Charme, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Die Menschen sind freundlich und halten gerne einen kleinen Schwatz, man sieht sie immer wieder mitten auf der Straße tanzen oder zumindest im Rhythmus von Musik, die aus den Fenstern dringt wippen.
Sehenswert ist auch, wie echter kubanischer Rum hergestellt wird und wie die Original Kubanischen Zigarren entstehen.
Bild: Die busse in der kubanischen Hauptstadt Havanna haben eine unverwechselbare Form, sind sehr billig und den Kubanern vorbehalten. (Pixelio.de)

Tags: Kuba Havanna Musik Tanz Busse Autos Rum Zigarren
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Wong
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