Fado: Musik wie Herzschmerz
abgelegt im Archiv Geheimtipp am 30.08.07
Fado bedeutet auf Portugiesisch Schicksal und so ist der Musikstil, der so untrennbar mit Portugal und Lissabon verbunden ist, auf ganz besondere Weise melancholisch. Der Fado ist in den Armenvierteln von Lissabon entstanden und wurde vor allem in anrüchigen Kneipen nahe dem Hafen gespielt. Erst später - im 19. Jahrhundert - wurde die Musikrichtung salonfähig. Die Lieder handeln von unglücklicher Liebe, von sozialen Misständen und träumen von besseren Zeiten in der Vergangenheit und von der Sehnsucht danach, dass alles gut wird. Der Vortragende wird normalerweise von einer portugiesischen Gitarre begleitet, manchmal auch von einer Viola baixa - beides traditionell von Männern gespielt.
Wer also in Portugal und speziell in Lissabon ist, sollte sich auf keinen Fall einen Abend mit Fado entgehen lassen. Entweder man besucht eines der Konzerte des Fado Professional, wie er vor allem in der alhambra, der Altstadt, gespielt wird oder - was ich viel besser weil authentischer finde - man lässt sich einfach treiben und versucht, eine
nicht-kommerzielle Fado-Zusammenkunft der Lissabonner zu entdecken. Dort wird nach wie vor der Fado gespielt, der direkt aus dem Herzen kommt.

Permalink: Fado: Musik wie Herzschmerz
Tags: Lissabon Portugal Fado Musik
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Wong
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Kommentar von:
Grambihler Edith
(10.07.08 17:27 Uhr)
Möchte nur darauf aufmerksam machen, dass die Altstadt in Lissabon nicht Alhambra heißt, sondern ALFAMA
Kommentar von:
Sisley
(19.08.08 5:17 Uhr)
Als ich in Portugal war hörte ich von dieser Musikrichtung. Mittlerweile habe ich schon so viel davon gehört und es ist wirklich eine ergreifende Musikrichtung.
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