Mrz 04 2009

Die Stadt und die Verkehrsmittel

Die Stadt und die Verkehrsmittel

Das Schwierigste für den Touristen in einer fremden Stadt ist oft, sich mit den örtlichen Nahverkehrsmitteln vertraut zu machen. Das geht schon los mit dem Fahrkartenverkauf: Mal kann man im Bus noch beim Fahrer Scheine lösen, in der Straßenbahn aber schon nicht mehr. Dann nimmt der Automat mal alle Scheine, mal aber nur die "Kleineren". Richtig schwierig wird es aber erst, wenn man nun überlegen muss: Gilt die Karte für das ganze Netz oder für drei Stationen? Für alle Verkehrsmittel oder nur für dieses? Und kann man nun damit umsteigen oder nicht?

Schön wäre, wenn das Ganze am Automaten wenigstens in englischer Sprache angezeigt würde: Wird es aber oft nicht. Statt dessen muss man sich durch eine unendliche Reihe von Klicks durchkämpfen, um endlich am Ziel zu sein: Und dann zahlt man für etwas 3 oder 5 Euro, was man gut und gerne auch für weniger Geld hätte haben können – wenn man sich ausgekannt hätte.

Meist ist – und dies ist ein wirklich ausgezeichneter Tipp – die Tageskarte oder Drei-Tages-Karte eine gute Lösung. Tageskarten sind beispielsweise in Hamburg sehr beliebt und (nach meiner Ansicht) unschlagbar billig. Wer Rentner ist und länger als drei Tage bleibt, ist in Budapest beispielsweise mit einer Monatskarte ausgezeichnet bedient. Man muss es eben nur wissen – und man braucht ein Lichtbild.

Den zuständigen, oft noch behördenähnlich agierenden Geschäftsführungen im öffentlichen Nahverkehr sei dringend empfohlen, Klarheit in den Dschungel ihrer Tarife zu bringen. Eine Institution habe ich vergessen: die Deutsche Bahn. Neulich sollte ich laut Computer einen Tarifahrpreis von etwa 80 Euro bezahlen – wäre da nicht eine nette Dame gewesen, die wusste, dass es auch für ein paar Euro ging: "Da nehmen Sie doch einfach ein Niedersachsenkärtchen" – man muss es eben nur wissen.

Bild © 2007 by sehpferd, budapest


2 Responses to “Die Stadt und die Verkehrsmittel”

  1. OHSabrina sagt:

    Mit dem Eintrag sprichst du mir aus der Seele. Ich bin auch schon oft total hilflos vor einem dieser besagten Automaten gestanden und war mir nicht sicher, welche Taste ich jetzt am besten drücken soll. Mittlerweile habe ich persönlich mich an dieses Wirr-Warr gewöhnt, aber ich finde besonders für ältere Menschen ist es eine Zumutung bei den Nahverkehrsmitteln in großen Städten durchzusteigen.
    Da sollte man mal über eine vereinfachte und verständlichere Version nachdenken, auch wenn das Ganze dann vielleicht nicht mehr ganz so modern wirkt…

  2. neon tabela sagt:

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