Der Wachsmann - ein historischer München-Krimi
abgelegt im Archiv Das Buch zur Stadt am 19.07.07
Historischer Roman und Krimi - diese Kombination findet ja immer mehr Anhänger und der Autor Richard Rötzer sollte als Historiker zumindest vom ersten eine Ahnung haben. So wird man auch Orte des Buches wiederfinden, wenn man durch die Münchner Innenstadt spaziert. Durch die Krimihandlung - die nicht immer etwas für schwache Gemüter ist - wird man spannend in die Geschichte der Stadt im Mittelalter entführt, ohne dass man auf trockene Geschichtsbücher zurückgreifen müsste.
Die Rezensionen bei Amazon sind eher durchwachsen - entweder die Leute lieben das Buch oder sie finden es völlig daneben. Vor allem der Vergleich mit Umberto Ecos "Der Name der Rose" wird immer wieder in Zweifel gestellt. Dem kann ich mich auch nicht völlig verschließen, obwohl ich auch den "Wachsmann" sehr mochte und danach als Münchner für eine Weile die City mit anderen Augen betrachtet habe.
Kurzbeschreibung
München im Jahr 1319. Unheil braut sich zusammen über der aufstrebenden Stadt. Eine Serie grausiger Morde versetzt die Bürger in Angst und Schrecken. Schließlich werden die Juden dafür verantwortlich gemacht, eine gefährliche Pogromstimmung entsteht. Richard Rötzer hat ein Buch geschrieben, das mit seiner gelungenen Mischung aus unheimlicher Spannung, philosophischen Disputen und launig-derben Milieuschilderungen den Herbst des Mittelalters in seiner ganzen Widersprüchlichkeit lebendig werden läßt.

Tags: Krimi Historie Wachsmann Richard Rötzer München
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Wong
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