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Reiseblogs und -berichte
von sehpferd am 20.08.09

Bei den Londoner Flughäfen kommt man ja schon mal ins Grübeln: London City ist modern und stadtnah, kann aber nur von kleineren Maschinen angeflogen werden. Dafür geht es bequem mit der Dockline oder der Untergrundbahn dorthin, wo man ankommen will - in der Stadt ist man ja schon. Heathrow ist ein Flughafen-Monster, das inzwischen eher abschreckt als einlädt, hat aber ebenfalls den Vorteil, dass man dorthin mit der U-Bahn kommt. Und Stansted? Nun, dorthin bringt einen der Stansted Express, der behauptete 35 Minuten vom beschaulichen Stansted bis zum nächsten Londoner U-Bahn-Anschluss braucht, aber bis zum Endbahnhof Liverpool Street dann eben doch oft fast 50 Minuten. Billig ist die Sache auch nicht, dafür aber bequem: Man zahlt etwa 28,80 GBP für die Rückfahrkarte - dieser Betrag muss also zum Flugpreis addiert werden.
Ich bin mit Ryanair geflogen - nicht, weil ich diese Fluggesellschaft besonders liebe, sondern weil ich einen Dreiecksflug Bremen-London-Berlin buchen wollte. War es nun das schreckliche Erlebnis, das man mir vorausgesagt hatte? Um es gleich zu sagen: nein, nicht wirklich.
Zunächst das Positive, an dem Ryanair allerdings nicht viel Anteil hatte: In Bremen konnte ich vom Hotel aus die Straßenbahn zum Flugplatz nehmen, was mir Taxikosten in erheblichem Umfang sparte. Das Erlebnis beim Einchecken war gleichfalls erfreulich: Kurze Wartezeiten, und freundliches Personal - das gab schon mal einen dicken Pluspunkt. Weniger erfreulich war der Aufruf der Fluggäste: Trotz Priority-Buchung (10 Euro) fühlte ich mich wie eine Sardine in der Dose. Allerdings nützte mir die Priority-Buchung bei der Sitzauswahl: Kein Bus, in dem man erst einmal schwitzen darf, sondern ein direkter Gang zum Flugfeld.
Zurück kam es noch besser: Zwar war die Schlange am Schalter diesmal lang - dies lag aber überwiegend an der Ankunft des Stansted Express, der die Passagiere in Schüben bringt, und an stupiden Passagieren, die mit 30-Kilo-Koffern versuchten, am Personal vorbeizuschrammen. Dafür lief die Sache mit der "Priority" diesmal ganz vorzüglich: Durchgewunken und eingestiegen.
Ehrlicherweise wäre ich lieber über den London City Airport geflogen - aber wie man sieht, geht es auch so. Für einen der Flüge habe ich übrigens einen Penny bezahlt - da waren die Zusatzkosten für die Gepäckaufgabe und die Priority-Buchung selbstverständlich im Etat drin.
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Wong
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Kommentar von:
Michaela
(08.09.09 14:32 Uhr)
Toll. Es gefällt mir, wie du deine Posts verfasst. Sowieso wollte ich schon immer wissen, ob es sich lohnt den Stantsted Airport anzufliegen. Nun weiss ich es. Gleichzeitig hat mich deine Artikel aber auch dazu angemacht, bald mal wieder London, eine meiner Lieblingsstädte, zu besuchen.
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